Die Wolkendecke reißt an einzelnen Stelle auf und ein weiches Blau erscheint. Ich habe nicht aufgehört mich zu wundern. Daß etwas ist und nicht vielmehr nichts. Daß das Leben sich in Zyklen darbietet, in die wir einbezogen bleiben, aller Rebellion zum Trotz. Es gibt einen Aufstand des Menschen gegen die Bedingungen seiner Existenz. Er versucht, mehr für sich herauszuschlagen, kämpft an allen Fronten und erstrebt Raum- und Zeitgewinn. Dabei gibt es den Menschen nicht. Ein besonderer Typus ist gemeint, der uns wohlvertraut ist. Er entstammt dieser Hemisphäre und hat die Wirklichkeiten geschaffen, in denen wir (nun fast schon weltweit) existieren. Ich kann ihn nicht klar ins Auge fassen, da er auch in mir zu stecken muß. Allerdings gehen meine Forschungen in eine andere Richtung als seine. Ich habe den Eindruck gewonnen, ich sei für die Trauer zuständig. Denn seine Bahn ist technisch, schneidend und verletzend. Wo seine Intelligenz waltet, müssen andere und anderes weichen. Er schreitet weiter voran und erobert. Ein Kind schrieb: Kann man die Erde nicht mal in Ruhe lassen? Antwort: Nein. Man könnte, aber man kann nicht. Wir leben hier, wir wissen das. Nun ist der Himmel offen und weit. Alles wirkt blaß und schüchtern in diesem harten Licht. Wann werden wir uns wieder trauen zu leben?
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