Zum Beispiel als Mensch

Manchmal ist jemand plötzlich und unerwartet tot. In einem anderen Fall war ihr oder ihm nicht mehr zu helfen. Anschließend stehen die Gerührten und Berührten am Rande einer Vertiefung auf einem Feld voller Gedenksteine und singen ein Lied oder lassen die Tränen fließen. Meist wird eine Erklärung gesucht oder eine sinnvolle Geschichte, die zu enden vermag wie gefordert. Nämlich mit dem Ende, sturztief in die Erde. Anschließend gibt es über Wochen, Monate und Jahre diese Debatten. Oder über Jahre und Jahrzehnte dieses Schweigen. Der Tod und sein Echo. Dazu das Geräusch eines Bumerangs, der durch Luft und Raum kreist und zuschlägt, so unerwartet wie jetzt. Manchmal wurde jemand systematisch gequält, verätzt oder gerädert, so daß niemand tun kann, als wisse er nichts. Manchmal sind die Umstände verdunkelt, manchmal wissen alle rechtzeitig nichts. Es gibt die Opfer, es gibt den Schmerz, es gibt das Verbrechen. Der Mai in diesem Jahr scheint böse. Vorsicht, er ist ein Schelm. Ich weiß von nichts, wie alle anderen in diesen letzten zwei Jahrhunderten der Schuld. Dieser Mai ist nicht anders, er dient der Kapitulation. Anschließend die restlichen Sachen. Bitte jetzt nicht glauben zu leben. Leben ist etwas gänzlich anderes als diese vorschnelle Schauspielerei.


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