Sie ist ganz klein, trägt ein Nasenpiercing. Wie sie spricht, denke ich, daß sie Italienerin ist. Daß sie mich anspricht, liegt daran, daß ich sie angesehen habe. Noch immer tue ich das, obwohl ich mich verändert habe. In dieser großen Stadt kann ich unmöglich jeden ansehen. Sie fragt, ob ich etwas Kleingeld habe. Ich muß nachsehen, sage ich, denn unsere Blicke haben sich getroffen, da kann ich nicht mehr tun, als sei das nicht geschehen. Wir sind gewissermaßen verbunden, da komme ich nicht einfach raus. Ich sehe in mein Portemonnaie, und da finde ich nichts als Kleingeld. Ich lege ihr dreißig Cent auf die Handschuhhand, das ist nicht viel. Sie sagt: Immer mit der Ruhe, keine Hektik. Ich nicke, aber es ist sehr kalt und ich möchte schnell nach Hause. Sie bedankt sich und sagt: Einen schönen Abend noch. Wünsche ich auch, sage ich und füge hinzu: trotz der Kälte. Sie nickt und winkt noch einmal, dann zieht sie weiter durch die eisige Nacht.
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