In den Cafés, damals

Wir waren in das Alter gekommen, da es interessanter ist, Menschen in einem Café zu beobachten, als Stunde für Stunde in einem Klassenraum zu sitzen und sogenannten Stoff durchzunehmen. Was denn für ein Stoff übrigens? Lehrstoff, Schulstoff, dosierte Portionen eines wiederzukäuenden Materials. In den Cafés war andere Wirklichkeit: Gäste kamen und gingen, setzten sich und erzählten, stellten ihre Taschen ab, hängten Jacke oder Mantel an die Garderobe, zündeten eine Zigarette an und freuten sich auf eine Zeitspanne außerhalb der sonstigen Geschäfte und Besorgungen. Einige sagten bemerkenswerte Dinge, andere lauschten der Musik vom Band. Wir waren noch Schüler, hatten uns selbst frei gegeben, saßen um einen Tisch in der Welt der richtigen Erwachsenen und erprobten unsere kleine Weltläufigkeit. Einige von uns waren auf dem besten Weg, richtige Snobs zu werden.


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