Da die Zukunft in (und im) Angriff genommen werden muß und es genug unverbrauchte Kräfte gibt, sie zu stürmen, wird sie erobert werden, wer immer sie ist. Sie ist ja nicht eine einzige, sondern viele. Zukunft zeigt sich nach Ort und Zeit verschieden, präsentiert sich den Betrachtern und Bedenkern jeweils anders und neu. Zukunft ist ein weißes Blatt Papier, ein frisches Laken, ein weites, unbekanntes Meer. Sie zu fürchten grenzt an Wahnsinn, sie kennen zu wollen an Idiotie. Noch ist sie nichts, aber sie wird werden. Das verspricht die Gegenwart – ausgerechnet sie, rasiermesserscharf wie ein Schnitt ins Nichts, in jenes, das zwischen dem liegt, was jeder weiß, und dem, was angeblich daraus folgt. Zukunft ist die Hoffnung dessen, der in der Schleuse steckt und wartet. Gegenwart ist unbemerkte Anwesenheit.
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