Schwarze Straßen, helle Dünen, graues Meer

Von Amsterdam aus fuhren wir ans Meer, ich erinnere mich an flaches grünes Land, Zweckbauten, Reihenhaussiedlungen, eine ans Herz greifende Traurigkeit. Dann Dünen. Bevor wir durch sie hindurch zum Meer durften, mußte erst noch der Wagen eingeparkt werden. Ich erinnere mich nicht mehr, was für ein Wagen das war. Wir saßen hinten bequem, daran erinnere mich, auch an die schwarzen Sitze. Nun stiegen wir also aus. Durch die mit Seegras verstärkten Dünen an die niederländische Nordsee, Überquerung eines Walls, Blick hinunter auf Weite des grauen Meers, über dem ein grauer Himmel lag. Meine Liebe war krank, in ihrem Tiefsten verletzt, mußte behütet werden, Hoffnung zuletzt, stirbt. Da war das Meer mit seinem Wind, da war die Normalität, die für uns 2 nicht galt. Möwen und Gier, Reden und Aufflattern von Worten, Wind gegeben. Wir täuschten vor, es gab nichts mehr. Dieser graue Strandspaziergang besiegelte unser Ende, nicht malerisch, deutlich.


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