Zur Prosa von Peter Handke: sie ist die eines Mißhandelten; sie wütet gegen die moderne Welt, die eine der Schnelligkeit und des gedankenlosen Verzehrs ist; sie sucht Sinn und Rettung in einer Sprache, die dem Übersetzen dient; sie entwirft aus der Einengung und Einkapselung ihres Urhebers Modelle möglicher Freiheit; sie ist streng und macht (gegen den erklärten Willen ihres Urhebers) unablässig Vorschriften; sie ist das Ergebnis quälender Selbstbefragung und Selbstkasteiung; sie kommt nicht frei, sie sitzt im Gebüsch, sie bleibt im engen Tal; sie unterwirft sich auserwählten Autoritäten; sie zieht in einsammelnden Kreisen um das gekränkte narzißtische Ich; sie kritisiert aus diesem Grund den starken Eigenton anderer Autoren; sie gibt sich demütig und ist maßlos anmaßend; sie offenbart die Eitelkeit eines ‚Bescheidenen‘. Mit drei Wörtern: sie ist gut.
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