Der Sommer stellt keine Fragen, er genügt sich selbst. Ein guter Sommer kann beruhigen, zur Not setzt er uns matt. Das Leben fächert sich auf, spreizt sich, zeigt seine Pracht. An Flüssen sitzen im Gras unter dem Silberlaub der Pappeln, auf dem Rasen eines Gartens fernab von zuhaus, im Haus spielt Musik, die Gastgeber musizieren. Einen Kieselstein für den Goldfischteich. Platsch. Die Betten sind frisch bezogen, allen eine gute Nacht. Frühstück um acht, wer später aufsteht, bedient sich selbst. Es gibt auch den Wespensommer, den Grauen Sommer, den Sturmsommer. Da lädt sich etwas auf, steigt empor und schüttet sich aus. Man kann sich fürchten vor so viel Gewalt. Doch das sind Zuschreibungen. Der Sommer ist eine Konstellation im Bereich zwischen Erwartung und Enttäuschung, doch auch damit hat er nichts zu tun. Nur die Sprache macht ihn zu einem Subjekt und tut, als könne er tun. Er muß nichts tun, er ist, ohne zu sein.
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