Fliegenrauchtraum

Geweckt von einer Stubenfliege, die über mir kreist. Manchmal nimmt sie platz, auf der Stirn, einem Ohr, einer Wange. Das kitzelt, ich verscheuche sie mit müden Bewegungen und weiß, sie kommt wieder. Zu müde, um aufzustehen und etwas gegen sie zu unternehmen – ich erschlage keine Fliegen mehr, aber ich kann sie mit der bloßen Hand fangen, das funktioniert. Vielmehr versuche ich wieder einzuschlafen, und endlich träume ich auch: ich träume, daß ich eine Zigarette rauche, mit schlechtem Gewissen, denn sie schmeckt mir, anders als gedacht. Ich bin schon fast fertig mit ihr, muß sie nur noch ausdrücken. Es fehlt ein Aschenbecher, und schon bin ich wach. Wo ist die Fliege?


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Fliegenrauchtraum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert