„Eigentlich haben wir zu“, sagt die Kassiererin im Drogeriemarkt. „Heißt ‚eigentlich‘, daß ich schnell noch hinein kann?“ frage ich. „Was soll es denn sein?“ fragt sie. „Ein Deo“, sage ich. „Ja gut“, sagt sie. Zehn Sekunden später stehe ich an ihrer Kasse. Zwischenzeitlich sind Kunden hereingekommen, die konnte sie nicht abfangen (sie muß kassieren), die ließen sich nicht zurückrufen, die sind durch. Erzürnt steht sie auf, verläßt den Kassenplatz, zieht den Fahrradständer in die Vorhalle, knallt ihn in an den vorgesehenen Ort, nimmt wieder platz und stellt Kontakt her zum erstbesten Kunden, von dem sie annimmt, daß er sie versteht. Sie sieht mich an. „Ich war schnell“, sage ich eilfertig. „Es gibt Leute“, sagt sie, „die kommen noch um zehn, wenn ich hier jeden reinlasse.“ Es ist schon 20 Uhr 01.
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