Manchmal weiß ich alles, aber ich kann es nicht sagen. Was ich sagen müßte, ist derart offenkundig, daß es schmerzt oder witzig ist. Aberwitz des unausgesprochenen Daseins. Es gibt noch längst nicht für alles Worte, zum Glück oder Gott sei Dank. Wenn irgendwann buchstäblich alles in Worte paßt, sind wir eingewickelt und erledigt, dann müssen wir aufhören, dann ist es vollbracht, dann hat die Erkenntnis sich selbst erreicht und überboten, dann ist Schluß. Kein Weiteres mehr zu tun, Ende im Gelände, wir wissen Bescheid. Bescheid. Bescheidenheit dagegen wie ein Trick, wie der Versuch, dem forschenden Geist eine Grenze aufzuzeigen, eine Einübung in Demut und Entsagung. Außerhalb dieses Zimmers die ausgedehnte Wirklichkeit mit Gegenständen und ihren Grenzen, dazwischen die Hoffnung, eine wilde Hoffnung, klein und schwach, kaum sichtbar, dennoch da.
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