Kennen Sie meine Gedichte?

Nun weiß ich, wie Gedichte geschrieben werden. Ich mußte erst hören, was ich dazu sage, wenn man mich fragt. Ich sagte etwa Folgendes: Gedichte werden gesägt, mit dem Schlosserhammer oder dem Mottek bearbeitet und an die Wand getackert. Auf die schönen ersten Sätze einschlagen, bis sie sich in Verse zerteilen und splittern. Die Teile anschließend sichten und anordnen. Nichts vorschnell wegwerfen. Endlich muß ein Titel her. Schließlich soll das Zeug jemand kaufen, sich an die Wand hängen und schnell genug wissen, was an der Wand hängt. Vornehmlich möchte ich mich beeindrucken. „Selbstgenuß und Asozialität“. Handwerkerei ist das, Pfusch kommt teuer. Was sagte ich noch? Ans Ende des Gedichts gehört ein Einschußloch, das nennen wir dann Punkt.


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