Slalom

Ich ging zwischen diesen Menschen, durch sie hindurch. Sie wimmelten und waren unterwegs, als habe der erste Tag eines neuen Lebens aller soeben begonnen. Hier und heute, ein dramatisches Jetzt. Sie hupten und parkten, rasselten und schlossen ihre Räder fest, winkten, juchzten. Arme gingen auf, Münder formten freudiges Erstaunen, linke Wange rechte Wange, Küßchen schmatzten, Komplimente stiegen auf, das war schon süß. Wummernde Beats aus vorbeigleitenden weißen Luxuscoupés der bekannten Marken. Die Fahrer ließen aufröhren, was pferdestark unter der Haube steckt. Ein Abend der Freude und der Kraft, der naturgewollten Selbstüberschätzung. Sturm und Drang in einer Richtung, Geist und Vision werden nachgereicht. Für die Registratur, für die metaphysische Statistik, für die Punktzahl beim spirituellen Schiedsgericht. Wohin wollte ich eigentlich? Nach Haus, ach ja, denn hier ist es ruhig genug für eine Träumerei entlang der Gedanken über die schönen Menschen, die ich ein wenig kenne und sehr deutlich mag.


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