Freiheit im Winter: eingeschlossen und unerreichbar, niemand kann uns behelligen, wir sind eingeschneit, machen es uns gemütlich im Eigenen – kleine warme Welt. Freiheit im Sommer: Weite und Erreichbarkeit, ausatmen, die Erde als freundliche Heimat, aber die Gewitter. Schlagartig wird deutlich, daß wir Geduldete sind, beider Hauptzeiten des Jahres. Im Sommer jedoch die Gunst, die geht weit über Dulden und Geduldetsein hinaus. Leben und Lust, man möchte schon lachen. Wer jetzt weint, hat auch recht. Es war nicht einfach, wird es nicht, aber manchmal gibt es Momente, da vergißt die Angst sich selbst und springt und kommt gut auf und schüttelt sich und läßt sich fallen wie ein falsches Kleid. Das spielt zwischen Kornblumen, und der Himmel ist ebenso blau. Wer dies glaubt, wird selig. Wer es nicht glaubt, darf warten. Die Erde dreht sich unter unseren Füßen, wir merken es nicht. Das ist rücksichtsvoll.
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