Ich möchte nicht bewegt werden, Trump oder Putin zu hassen. Ich neige nicht zu Haß und möchte mich diesbezüglich nicht ändern. Ich möchte nicht bewegt werden, die AfD zu fürchten oder die Keime, die sich in einem Putzschwamm ansammeln können, wenn man nicht rechtzeitig dieses tut oder jenes. Ich kenne die Angst recht gut, man könnte sagen, ich habe sie studiert. Es gibt vermutlich gute Gründe, sich manchmal zu fürchten. Die Frage ist nur, was danach geschieht. Was geschieht denn, nachdem ich mich ausgiebig gefürchtet habe? Ich möchte – recht besehen – überhaupt nicht bewegt werden, von niemandem. Ich bewege mich ja, bewege mich dauernd, bewege mich selbständig. Man muß mich nicht dazu auffordern. Ich bewege mich nicht, wenn man mich bewegen will. Ich bewege mich erst recht nicht, wenn ich still sein möchte. Nicht mucksmäuschenstill, sondern einfach nur still. Ruhig und unaufgeregt wie ein sehr kluges und erfahrenes Tier.
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