Gefühle werden nicht gegeben

Jemandem das Gefühl geben, daß … Niemand sollte jemals irgendwem das Gefühl geben, daß … Man kann niemandem ein Gefühl geben. Fühlen darf und muß ein jeder noch selbst. Es wird aber versucht, Gefühle zu geben, exakt im Modus solcher Manipulation: Die Leute sollen denken, dass … Wieg ihn in Sicherheit … Zeig ihr, daß du sie … Solches Bemühen beruht auf Unterstellung – daß die Empfänger solcher Gefühlsübertragungsversuche unwissend, stumpf oder gutgläubig sind. Dabei weiß ein jeder, was ein falscher Fuffziger ist. Kann sein, daß die Untergebenen lachen, wenn ihr Vorgesetzter einen Witz macht, oder daß sie lächeln, wenn von dort oben Freundlichkeit erwartet wird. Das sind Unterwerfungsgesten; ganz recht, wie im Tierreich. Aber zu glauben, da habe irgend jemand irgendwem ein Gefühl gegeben, das grenzt doch an Schwachsinn. Vielmehr spielen alle das Spiel, bis sie es nicht mehr spielen müssen. Daher die Revolutionen wie aus heiterem Himmel.


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