Gefallen und wollen und Punkt

Gefallen zu wollen ist schwierig, problematisch und überdies unsinnig. Die Sympathien finden sich ohne Zutun. Es gibt ein schönes Erkennen unterhalb noch der Wahrnehmungs-, jedenfalls der Bewußtwerdensschwelle. Später erst wird deutlich, was geschehen ist. Das baut um, verändert die Welt (es gibt „Welt“ nur als Konzept jeweiliger Menschen und derer, die ihnen widersprechen). Tritt ein Mensch in meinen Bereich, der für mich wichtig zu werden droht, nehme ich ihn an. Das ist meine Tugend. Ich widersetze mich nicht und beginne uns zu erforschen. Mystisch wurde das soeben genannt. Ja, „mystisch“ mein Glaube, daß alles, was mir begegnet, „zugespielt“ (das war mein Wort) ist, rational dagegen die Ergründung und Beschäftigung mit dieser Begegnung – nein, nicht der Begegnung, sondern der Bedeutung dieser Begegnung, dem Aufeinandertreffen zweier Menschen. Ich nehme „Mensch“ emphatisch-pathetisch, so ist meine Natur. Soll sich keiner entschuldigen mit „nur Mensch“. Das führt ins Dickicht, da mache ich nicht mit. Es gibt einen Stolz des Menschseins, der sich ins Negative gewendet hat. Wenden wir ihn erneut um! Ich tue es ohnehin. Sich nicht degradieren lassen beginnt damit, es selbst nicht zu tun. Ich wiederhole mich, Vortrag Ende, Wochenende.


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