Ohne Geheimnisse?

Menschen in Not werden sich finden. Als Jugendlicher formulierte ich es anders, da klang es so: Gute Menschen erkennen sich. Ich bin bei der Auffassung geblieben, nur daß ich unsicher sein möchte, was ‚gut‘ ist. Wenn man sagt, gut sei dasjenige, was etwas taugt und haltbar ist, bin ich einverstanden. Mit dieser unverschämt großen ‚Gewißheit‘, daß mir begegnen wird, dessen ich bedarf, laufe ich durch die Gegend, etliche Jahre schon. Deshalb bin ich auch so neugierig, wenn ich einem Menschen begegne. Sofort frage ich mich, wozu das führen soll, was mir das sagen soll, wozu wir bestimmt sind. Ich unterstelle eine Bedeutung, die ich erst noch herausfinden kann oder sogar muß. Ich unterstelle nicht, daß sie allein dadurch gegeben ist, daß wir uns begegnet sind.


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