Eingeständnis

Man hat aus dem Glauben eine Aufdringlichkeit gemacht. Gegenüber Gott und gegenüber den Menschen. Das, was Gott genannt wird, braucht keinen Fanatismus. Manche Menschen scheinen ihn zu brauchen, um sich durch die Bresche zu schlagen. Das verstehe ich nicht nur, ich durchschaue es auch. Umschauert von Abgründen, im Innern eine Leere, die gefüllt werden soll. Das schreit nach Rettung und Erlösung. – Ich habe geschrieben, ich glaubte nicht an das Leben, nicht an den Tod. Benötigt denn das Leben meinen Glauben? Ich bin mir nicht sicher. Ich benötige Vertrauen, immerhin das weiß ich. Ach, es ist schwierig mit dem Glauben, besser man spricht nicht darüber und schont das Geheimnis.


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