Das Paar stand an den Einkaufswagen. Er schob die Lade mit dem Münzeinwurf nach vorn, sie hatte zuvor den Plastikchip eingelegt. Die Verschlußkette löste sich, er zog den Wagen nach hinten. Sie schritten zur Desinfektion. Er besprühte den Holm und wischte ihn mit dem Haushaltsrollentuch trocken, besprühte dann ihre, auch seine eigenen Hände. Weitere Tücher der auf einem Metallständer bereitgestellten Haushaltsrolle waren benötigt und flogen nach Gebrauch in den neben dem Ständer festgeketteten Papier- oder Abfallkorb mit eingehängter Mülltüte. Während er die Desinfektionstätigkeit sorgfältigst versah, beobachtete sie, die seine Freundin oder Frau war, ihn recht genau. In ihrem Blick lag etwas zwischen Bewunderung und Verachtung. Auch eine Spur von Mitleid wehte darin. So schimmert das Licht der Liebe in den Augenblicken unzweifelhafter Verwunderung. Sie beide waren um die dreißig, Mitte dreißig vielleicht, etwas halbbacken. Sie hatten was angefangen, das führten sie fort. Nun war Corona, es herrschte die Angst.
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