Ich mag es notieren – seit einigen Wochen wird ernsthaft über den Zerfall der Vereinigten Staaten von Amerika nachgedacht. Szenarien werden erwogen, darunter ein neuer Bürgerkrieg. Das klingt frivol. Journalisten und Feuilletonisten mögen das. Wir leben in Zeiten des Schnellalarms. Im November gibt es Präsidentschaftswahlen in den U.S.A. Der Amtsinhaber wird vorab gefragt, ob er sich denn bequemen werde, auch ein Wahlergebnis zu akzeptieren, das zu seinen Ungunsten ausfällt. (Wladimir Putin muß sich eine solche Frage gar nicht erst stellen lassen, denn er wird ohnehin wiedergewählt.) Warum stellt man ihm diese Frage, warum diskutiert die Öffentlichkeit eine solche Unmöglichkeit? Weil sie möglich scheint? Mit der Erwartung und Vorhersage eines solchen Mißbrauchs von Macht ist demselben die Flur geöffnet. Zum Glück haben die versammelten Staaten von Nordamerika noch die Indianer. Die werden übernehmen müssen, da sie als einzige das Land verstehen und den Himmel darüber, die Flüsse auch.
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