Um es einfach zu machen nach vorn

Wie überaus wichtig doch, daß wir nach vorn nichts wissen können. In den Zeit- und Erfahrungskonzepten liegt dort nämlich die Zukunft, während die Vergangenheit hinter uns liegen soll. Aus ihr treten wir hervor, befinden uns in Gegenwart, in der Gegenwärtigkeit der Sinnesreize – im Augenblick, um konventionell diesen prominenten Sinn zu favorisieren. Der Augenblick ist auch Geräusch und Stimme, Geruch und Berührung, der Geschmack der Luft, des Lebens, der Kartoffelsuppe. Würden wir nach vorn wissen können, also prophetisch begnadigt oder hellseherisch begabt sein, gäbe es keine ungewisse Zukunft. Vor allem Planung versucht, dem Zukünftigen das Wasser der Ungewißheit, der unliebsamen Überraschungen abzugraben. Termine parzellieren die Weite der Zeit und ihres unendlichen Raums. Wir sind Eroberer, wir greifen an. Die Zukunft erwehrt sich nicht, das kann sie nicht. Sie ist weiß wie ein Schneefeld am frühen Morgen (Fußspuren eines Fuchses darauf). Man kann nicht alles mit ihr anstellen, nur manches. Als Projektionsfläche ist sie geeignet wie wenig sonst. Wirf deinen Totenkopf in den Schnee, auch das, was darunter baumelt, dann behältst du in jedem Fall recht. Sofern das interessant ist.


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