Und ich möchte auch immer weiter und weiter, und sehe die Pferde in gestrecktem Galopp, und sicher reiten sie weit hinaus in die Steppe aus Gras und Wacholder. Ein Rhythmisches und Musikalisches in Sprache und Leben reizt mich hinaus. Man kann nicht sitzen bleiben und verdämmern, nicht sich in den Sessel furzen wie ein krankes Haustier. Oft genug überfiel mich der Wunsch, als erstes ein Glas zu ergreifen, gut gefüllt und schäumend, es gegen die Wand zu schleudern, um anschließend mich selbst zu exkulpieren, damit es nun Schluß sei und ein Neues begänne. Den Kopf einschlagen, sich selbst und blutig, vernichtend, was nicht gedeihen kann. Schlimmstes Selbstgericht: ein Kind macht sich den Prozeß und exekutiert das fraglos gültige Urteil. Keinerlei Gnade erwartend, zusammenzählend ein erstes, zweites und weiteres Vergehen. Nicht wert genug, aber pedantisch aufgezählt die Schuld – und von wem bitte. Dort genau beginnt die Rebellion. Von da an wird der schwache Faden (manchmal ist er ein Strick) zurückverfolgt bis an den Anfang … in Unschuld … in Träumerei … Glaube … Wasser … Geplätscher … Boote …
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