Nächte sind dazu da, Text auf Text zu schreiben oder notfalls zu schlafen. Wozu sonst sollten sie gut sein. Nachts kann man nicht Zeitung lesen. Nachts sollte man schlafen oder notfalls Text auf Text schreiben. Nachrichten aus der Nacht. Jeder Mensch ist einsam, dachte ich vorhin noch. Es kommt darauf an, wie man es versteht, seine Einsamkeit einzurichten. Manche freilich leugnen ihre Einsamkeit, und das ist sehr in Ordnung. Sofern es bewirkt, daß sie sich nicht einsam fühlen, ist es gut. Wie verbunden also können wir sein? Können wir derart verbunden sein, daß die Einsamkeit ihr Recht verwirkt? Eine Zeitlang schon, will ich meinen – doch dann meldet sie sich wieder an. Das Ruhelose in uns, das Nagende, das Sich-aufs-Spiel-Setzende. Ich werde es nicht leugnen, nicht verdammen, auch nicht glorifizieren. Ich wiederhole mich: leben ist schwer. Wohin es will, weiß der Teufel. Doch ich fürchte, nicht einmal er.
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