Ich bin blockhüttentauglich. – Früher war das eine Idee: Rückzug in ein Blockhaus am Rande eines Waldes, dort Zeit für das Nichtgedachte, das Nichtgesagte, Zeit für das ruhige und beruhigte Schreiben. Ich dachte damals dauernd: Ich brauche Zeit, ich brauche Ruhe! – Und doch war ich unruhig, nicht einmal eine selbstgewählte Einsamkeit hätte mich zu beruhigen vermocht. In mir pochte das Leben, das nach außen will und unter die Menschen, in die Menschen, in bestimmte sicherlich. Das war altersgemäß. Nicht altersgemäß oder ein wenig absonderlich war die romantische Sehnsucht nach Abgeschiedenheit und Rückzug. Als hätte ich damals bereits genug gehabt. Nun, ich war fürs erste fertig mit dieser „Menschheit“, das kann man schon sagen. Ein enttäuschter Mensch, nachdem er den Grundkurs Leben in der gegebenen Zivilisation durchlaufen hat. Das Zertifikat hieß Abitur. Damit konnte man Äpfel von den Bäumen schießen. Ich machte dann weiterhin dieses und jenes, verpflichtet oder freiwillig, jeweils wenig phantasievoll. Die Phantasie ließ ich mir in die Winkel verbannen. Ich versuchte klarzukommen in einer Wirklichkeit gegen meinen Strich und gegen jede meiner Neigungen. – Blockhüttentauglich? Ja, ich weiß nun die Einsamkeit zu verstehen. Sie löst sich damit auf. Anspruchsvolle Übung.
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