Wer ein Logbuch liest und weiß vom Untergang des Schiffes, wird geneigt sein, zunächst die letzte, die vorletzte, die drittletzte Eintragung zu lesen. Doch nach einiger Zeit wird dem Lesenden klar, daß solches Lesen gegen die Zeit anstrengend ist. Also wird er zurückblättern, möglicherweise weit nach vorn, um in die Chronologie der Ereignisse zu geraten und damit in ihren Verlauf. Niemand schwimmt gut und weit gegen den Fluß. – Vielleicht bedarf das Blog-Konzept einer Revision. Andererseits mag ich, daß zunächst das jeweils letzte Bild zu sehen ist und nicht das erste. Ich lebe jetzt, da ich die Buchstaben für J|E|T|Z|T tippe. Später dann weiter und sonstwohin. Wir fragen uns, wenn wir Menschen kennen und mögen lernen, von heute nach früher durch. Sie erscheinen uns rätselhaft, weil wir den Vortext nicht kennen. Die Lebendigen erscheinen einander als Ergebnis. Aber dieser Satz macht mir deutlich Angst. Ich lösche ihn nicht, soll er hier mal herumliegen.
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Nein, herum liegen sollte er nicht.