Ich ging morgens während meiner dreizehn Jahre dort kein einziges Mal gern in die Schule. Mit Ausnahme vielleicht jener Tage oder Wochen, da ich verliebt war in eine Mitschülerin. Ansonsten – nein, keine Freude morgens, keine Lust auf einen tollen Tag in der Schule. Wenn ich dann dort war, transportiert von Schulbus, Auto (am Steuer mein Vater) oder der Yamaha DT 50 (am Lenker ich selbst), ging es. Wenn ich einmal wo bin, geht es. Dorthin will ich selten. Aber es gab welche, die mir weismachen wollten, Schule sei großartig oder lustig. Wann war sie schon lustig, wann großartig? Dann kam die Bundeswehr – und niemand hatte mich vorgewarnt. Eine entsetzliche Veranstaltung: fünfzehn Monate lernen, was man nicht lernen möchte. (Immerhin kann ich seit dem schießen und auch treffen.) Dann kam das Studium – und niemand hatte mich gewarnt. Eine entsetzliche Veranstaltung, die ich anfangs überhöhte – um dann umso tiefer zu fallen. Wer oder was war ich dort eigentlich? Eigentlich war ich dort eine Legehenne, die weder wußte, in welches Nest, noch was sie legen sollte. Ich gluckte dort herum und sah bald zu, daß ich wegkam. Ja, für manche Leute sind Schule, Bundeswehr und Studium großartige Plätze. Warum nicht. Ich will ihnen das nicht ausreden. Es gehört zu den Eigenheiten mancher Leute, daß sie Schwierigkeiten, die nicht die ihren sind, meinen wegsprechen zu können. Aber das funktioniert nicht. Es gibt keine Übertragung eigener Stärke auf die Schwäche eines anderen. Der Humpelnde wird nicht zum Schnelläufer, nur weil er angefeuert wird. Ich lache auch nicht, wenn ich lachen soll. Ich lache nicht, wenn ich lachen will. Ich lache nur, wenn ich lachen muß. Und hier käme dann als Verständnishilfe der Smiley hin.
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