Neben dem Bildschirm steht gelehnt an eine verloschene Kerze die Spielkarte eines Drachen mit der Zahl 34. Die chinesischen Schriftzeichen darauf kann ich nicht lesen. Die Darstellung des Drachen ist die eines Wesens, das zwar fürchterlich wirkt, aber zugänglich ist für Wünsche und kluge Ideen. Ich habe die Karte auf der Straße gefunden. Was ich auf der Straße finde, nehme ich ernst. Nicht das bißchen Geld, das ich neulich fand. Fünfzehn Euro in zwei Scheinen, innerhalb weniger Tage. Das hatte nichts zu bedeuten. Aber die Schuhe vor fünf oder sieben oder mehr Jahren, die ich brauchen konnte (sie paßten) – die waren gut. Wenngleich ich sofort dachte: Du läufst in den Schuhen eines Toten. Aber es gefiel mir, in den Schuhen eines unbekannten Toten zu laufen. Es ist wohl länger her, zehn Jahre vielleicht. Mein Tagebuch weiß es, aber ich habe mein Tagebuch nicht „lemmatisiert“. Irgendwo steht sonstwas. Wenn ich darauf stoße, gebe ich bekannt. Der Drache faucht. Seine Krallen fassen ins graue Schilfgras. Da findet er keinen Halt.
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