Auch die Gastherme singt, habe ich festgestellt. Man muß mich nur einsperren oder mir überzeugend das Gefühl geben, ich sei eingesperrt, schon höre ich besser und vernehme das Haus. Wir sind hier alle recht still. Im Treppenhaus ein paar Worte, ansonsten warten wir auf die Gartenzeit. Hier wird niemand verrückt, es würde bemerkt. Schon wieder Musik, diesmal Gitarre mit Baßbegleitung. Und schon wieder fort, schnell wie ein Gerücht. Geräuschgäste, Gastgeräusche. Ach der Mond, so kalt und schön, auf ewig fern. Filmisch bin ich in Finnland, tatsächlich in Berlin. Als sei mein Leben geträumt, sende ich Nachrichten von unter Wasser. Man kann ja fast nichts hören hier, nur manchmal etwas wie Musik. Das ist besser als nichts, und dann haben wir ja noch unsere Elektronik. Gehen oder Die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen heißt Espedals Wanderbuch mit vollem Titel. Ich weiß allerdings nicht, ob man ein Leben führen kann. Vermutlich führt das meine mich, und am Ende werden alle wissen, wohin es mich geführt hat. Na ja, ein bißchen trage ich schon bei.
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