Gewisse Lust, die Schlagzeilen der unterschiedlichen Online-Medien hintereinander aufzusingen und liedhaft aneinanderzuketten auf einer Schlittenfahrt in die Nacht mit Datum. Es ginge im großen und ganzen um die Gefühle und Gedanken eines lyrischen Ich in einer Zeit bestimmt-unbestimmter Bedrohung, um die allgemeine Weltlage, in der sich dieses erkennende und suchende Ich befindet und auszukennen trachtet, und um verschiedene Entlastungsbemühungen, die dazu dienen sollen, dieses denkende und sprechende Subjekt vor Verzweiflung und Wahnsinn zu bewahren. „Unkartiertes Gelände, nicht ohne Reiz“ lautet der Titelvorschlag aus der Redaktion der Zeit. „Reisestopps helfen – leider“ kommt von der Süddeutschen. „Alle Menschen werden sterben – auch dafür braucht es ein Gesetz“ (Frankfurter Rundschau). Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Der Lohn der Aufrichtigen ist Einsamkeit“. NZZ: „Überwachen, einschüchtern, strafen“. Die Tageszeitung: „Im Haftlager für ‚Politische'“. „In der Pandemie steht Deutschland schlecht da“ (Tagesspiegel). „Mit Hubschraubern gegen Spaziergänger auf dem Eis“ (Berliner Zeitung). Das ist erst der Anfang. Bald bricht das Eis, die Temperaturen steigen. Ich höre Stimmen – sind das Menschen?
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