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Noch ist nicht Zeit, Vorfrühling von Hofmannsthal zu lesen. Ich lese es jedes Jahr Ende Februar. Es fehlen ein paar Tage, dann bin ich in seinem Wehn. Die kahlen Alleen … Von wo kommt er, der Frühling, der Lenz, dieser Rabauke? Hofmannsthals Gedicht ist so sehnsuchtsschwer und überfällig – ja, der Frühling ist anfangs Verheißung, aber dann wird auch er zur Quälerei. Endloses Warten auf einen Durchbruch, das Warten, daß sich Wärme und Leben reetablieren. Was nun folgt, nächster Wochen und mindestens zwei Monate lang, ist Kampf. Und jedes Jahr noch bange ich mit und lasse mich hin und her werfen von der Unvernunft der widerstreitenden Mächte. – Heute war was in der Luft, aber es war nicht Vorfrühling. Es war erschöpfter Winter, seine erste Niederlage.


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