Nichts gebacken

Es dauert eine halbe Ewigkeit, ehe man dieser Wochen und Tage etwas zustande bringt. Die Gedanken sind abgelenkt und werkeln an wackligen Tatsachen herum, bekommen sie aber nicht zu fassen. Das Leben fühlt sich falsch an, die eigene Existenz hat etwas Fragwürdiges bekommen. Gestern hörte ich mehrere Male das Wort „unbehaust“, aber das trifft es nicht. Am liebsten ginge ich nach draußen und täte etwas Außerordentliches und Befreiendes – nicht nur für mich selbst. Ich will so viele Briefe schreiben und Ideen umsetzen, aber alles wirkt zäh wie Leder und zieht sich in die Länge wie Kaugummi. Ein kurzer Absatz über die Triadenstruktur in Novalis‘ Gedichten überfordert mich komplett. Hymnen an die Nacht lesen.


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