Widersprüche lassen sich aushalten, man muß nur die Arme weit genug öffnen. Ich lasse die Gewalten in mir kämpfen, ich bin ein Schauplatz. Die Arena des Herzens: es wird kein Stierkampf geboten, doch Blut muß fließen. Metaphorisches Blut, aufgeladener als wirkliches. Die Bilder und Bildvergleiche müssen stark sein, zwingend sogar. Sonst entstehen Plakate. Plakate sollen werben. Wirklichkeit wirbt nicht. Manchmal bin ich nicht von dieser Welt. Gelandet nur, gestrandet, hochgekrabbelt, mich aufgerappelt, aufgepeppelt von einer Mutter und ausgerüstet von einem Vater, begleitet von Brüdern, geleitet von Freunden – auf einer Wanderung sonstwohin. Das Bild muß stark sein, es muß mich aufnehmen und bergen. Ich kann es verlassen und hinüberklettern in ein anderes. Im Rückblick ergibt sich der Weg, habe ich vor Jahren mal gesagt oder geschrieben (auch darüber die Kontrolle verloren). Blicke ich mich jetzt um, sehe ich eine ungewisse Weite. Der Sandwind geht darüber, der Himmel bleicht und grellt. Gruß hinüber zum Expressionismus, ein Zucken im kleinen Finger der linken Hand. Deshalb habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Es tröpfelt nicht mehr von dort oben, wo gar nicht oben ist. Wie enttäuscht ich war, als man mir erklärte, daß es das im Weltall nicht gibt.
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