Ich wurde vor „den Schlangen“ gewarnt. Das war gut gemeint. Die Schlangen, das sind diejenigen, die einen ausfragen, die wissen wollen, was sie oder er gesagt hat, die informiert sein müssen, um die sozialen Netze zu übersehen (wer mit wem und was) und unter Kontrolle zu halten. Sie schlängeln herum und verabreichen ein süßes Gift oder drücken unmerklich zu, bis man spricht. Sie wirken anteilnehmend, doch ihre Anteilnahme ist eigennützig. Man darf sie nicht mit den Naiven oder den Verwegenen verwechseln – denn die handeln ohne Täuschungsabsicht. Übrigens ist die Täuschungsabsicht „den Schlangen“ selbst nicht bewußt. Sie erfüllen lediglich eine der unübersehbar vielen Aufgaben des Lebens.
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