Ich mag die Idee, daß wir vollkommen auf die Welt kommen und „alles“ wissen, dann aber feststellen, daß wir nicht einmal mehr laufen können, geschweige denn reden. Und so beginnen wir von vorn, beleidigt und erniedrigt, und absolvieren erneut den Parcours. Die Pein ist groß, Rettung nicht in Sicht. Wer könnte einen erkennen oder auch nur zum geringsten verstehen! Jedermann geht davon aus, daß mit der Geburt oder die Monate davor ein Leben beginnt. Sämtliche „Informationen“, die aus der Kultur kommen, in der sich das „Individuum“ zurechtzufinden hat, weisen es darauf hin, daß es „absolut neu“ ist, also keinesfalls gewesen sein kann.
Warum also mag ich die Idee der Vollkommenheit vor der Geburt und die Idee des Entsetzens, des Schreckens und Erschreckens nach der Landung? Ich mag sie, da ich die Blicke der Neugeborenen, die noch nichts unterscheiden können, derart vielleicht hoffe zu verstehen. Und noch die Blicke derer, die bereits sehen, erkennen und unterscheiden können, enthalten ein Wissen und eine Zuversicht, die nicht aus der Gegenwart genommen sein kann. Beweisen – wie soll man das beweisen? Andererseits – wir beweisen ja viel. Schon möglich, daß das zu beweisen ist. Wenn es bewiesen ist, wissen es alle. Interessant ist es dann allerdings nicht mehr.
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