Vielleicht bin ich auch müde und lahm, weil die Zeiten intellektuell recht eigentlich (d.h. verborgen hinter einem Schwall von Müll und Meinungsfetzen) anstrengend interessant und deshalb potentiell zermürbend sind. Als begänne „alles“ noch einmal von vorn – was ja kein Schaden sein muß. Rekonstruktion von Sinn und Bedeutung. Die ist mühsam und nervenaufreibend, aber es geht um ein Experiment. Läßt sich Wirklichkeit nach Wunsch utopisch gestalten? Wie also wirken sich Wünsche und Interventionen, solche Wünsche Wirklichkeit werden zulassen, auf diese aus? Wären demnach alle gleichberechtigt (anspruchsberechtigt) und lebten in gleichem Recht, ergäbe sich aus solcher Veränderung folgerichtig eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle? Wer gibt, wer nimmt? Wer sind „alle“? Gibt es „alle“? Dann wäre niemand mehr außen, es gäbe nur mehr ein Innen. In welchen Verhältnissen und Verfaßtheiten geht es den Schwachen gut? Worin sind sie schwach, was erlaubt, sie so zu nennen? Die Aushandlungsprozesse können wir meinetwegen neu beginnen, aber man muß auch, besonders als Herausforderer, gerüstet sein, sie zu bestehen.
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