Räumlichkeit der Zeit (Zeitlichkeit des Raums)

Man darf sich nicht fressen lassen von der Vergangenheit. Sie ist gierig und will alles bestimmen. Instinktiv weicht man zurück. Grabgeruch, verirrte Seelen, Stimmengeräusche, Nebel. Wer jung ist, braucht Zeit, sehr viel Zeit – und damit auch Geduld. Geduld der anderen, Geduld mit sich selbst. Das Leben liegt vor, nicht hinter einem. Der Zukunft entgegen, wer immer sie ist. Mitte des Lebens, gleich langer Blick in beide Richtungen, vor und zurück, vorn und hinten, die Hoffnung und die Gewißheit. Die Vergangenheit spricht lauter eines Tages. Man meint zu verstehen. Hm. Was will denn die Zukunft, sofern sie nicht mehr nur Projektionsfläche sein soll. Die Zukunft liegt hinter uns, sollen die Hopi-Indianer denken. Aus einem einfachen Grund – man kann sie nicht sehen. Sie kommt über einen, dann ist sie da und heißt Gegenwart.


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