Es war gut dort oben, man war nah der Sonne. Der Lärm von unten, der Lärm des Lebens, drang kaum herauf. Es gab Cocktails, gepflegten Jazz, alles was man sich wünscht, mit Haut und Haar. Geld spielte keine Rolle, niemand redete über Geld. Geld macht die Menschen klein, sagte unser Gastgeber. Wir aber wollen groß sein, sprang seine Frau bei. Sie hatten genug, sie wollten teilen. Uns hatte man aus durchaus unterschiedlichen Gründen aufgenommen – jeder Gast hatte einen eigenen Weg auf den Olymp absolviert. Ich kam dorthin über meine Fähigkeit, Gedanken zu lesen und Motive zu durchschauen (was nicht sonderlich schwer ist). Sagen Sie mir, was ich denke! forderte der Gastgeber von mir, als ich zum erstenmal die Mamortreppe emporstieg und einer der beiden Geparden an mir schnupperte. Augenblicklich nichts, gab ich zur Antwort. Das reichte aus. Ich blieb etliche Zeit, hatte genug vom Lebenskampf, sah mich um unter den Wohlbestallten und gewann sie sogar lieb, aus Mitgefühl vielleicht. Die Langeweile hatte sie fast schon verzehrt, sie hatten keinen Wunsch mehr frei.
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