Was wissen wir denn schon

Klaus Wagenbach und Kafka. Martin Walser und Kafka. Weitere mehr und Kafka. Kafka tut mir leid. Ich habe seinen Vornamen vergessen. Jetzt kehrt er zurück, er lautet Franz. Sie schreiben über ihn, als müsse man ihn auf den Schoß nehmen. Aber Franz Kafka ist kein Schoßhündchen und auch kein Gewährsmann für sonstwelche Anliegen und Bedürfnisse. Auch keine Schulbuchschranze oder Belegnummer für aktuelle Interessen. Es wäre fein, wenn Germanistik und Feuilleton sich enthaltsam zeigen könnten und diesen unbekannten Franz Kafka in Ruhe ließen. Sein Bruder heißt Fernando Pessoa, und auch den soll man in Ruhe lassen. Diese Griffeln nach den Einzigartigen ist abstoßend. „Soll doch jeder seinen [eigenen] Preis nennen – Hunderennen“ (Andre Heller).


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