Diese Fremdheit und Vertrautheit zugleich, die einen unter Menschen ergreift. Mal fällt der Schlüssel zur einen, mal zur anderen Seite. Der Schlüssel zu sich selbst. Oder ein Weg, eine Öffnung, ein Sprung. Die Dinge erinnern an uns selbst, in der Poesie gibt es nichts Gleichgültiges. Ich sehe mich (hier) um und sehe lauter gute Sache. Das Schweizermesser, die Kronkorken, die beiden Kerzen, den Kugelschreiber, die sogenannte Maus, meine Hände mit den Fingern und die Tastatur, auf der sie Reihenfolgen tippen und wissen, welche es sind. Das Bild auf dem Bildschirm mit nichts als Zeichen, die ich gelernt habe als Kind. Mein Verstand, der sich selbst vielleicht nicht ausreichend versteht, aber die Zeichen in Reihen setzt mit Hilfe der Arme, Hände und Finger. Das ist sehr erstaunlich, nimmt man es nicht als normal. Man müßte KEINE ANGST funken, aber wer kann das schon.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.