Lebendiger als

Das pure Glück, lebendig zu sein, erfaßt mich so stark, daß ich – schreien möchte? Ja, schreien. Ich tue es leise, damit sich niemand erschreckt. Ist es denn jemals zu fassen, dieses Leben. Ich möchte wildfremde Menschen auf der Straße anfallen und umarmen und sie wie ein Glücksprediger aus ihrem üblichen Schlaf (den kenne ich bestens) reißen und sie auf die Schönheit eines Tages aufmerksam machen. Doch sicher empfänden sie dies als aufdringlich, und so lasse ich sie sausen. Nur stehe ich jetzt hier herum und weiß nicht wohin mit meinem Überschwang. Also gieße ich ihn in bleierne Lettern und trotze dem Krieg, der mir an den Kopf klopft.


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