Im Tal

Schreiben oder sprechen ist wie gehen. Man muß es tun. Schritt für Schritt und Wort für Wort. Manche schweigen ja unaufhörlich. Da ist ihnen das Sagen unheimlich geworden und wächst an zu einem Sonstwas an Höhe und Furcht. Ich kann stundenlang von unten den Berg bestaunen und den Gipfel in der Sonne als ein relativ Absolutes anhimmeln – aber dadurch gelange ich nicht hinauf (sofern das wichtig ist). Dumm ist, wenn man nicht weiß, ob man wirklich dort oben sein möchte. Muß man denn, soll man, darf man … Selbstbeweise sind wichtig, solange man sich selbst in Frage stellt. Stellt man sich denn eines fragwürdigen Tages nicht mehr in Frage? Ich denke, man nimmt sich an, wie man sich eines Kindes annimmt oder eines streunenden Hundes. Es bedeutet nicht, daß man kapituliert – es bedeutet, daß man erkennt. Etwa so. Ich möchte nichts beschönigen.


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