Die Halbschuhe sind bequem, doch beim Zubinden reißt einer der Schnürsenkel. Er paßt auch gar nicht zum anderen, doch das sieht man nur, wenn man genau hinsieht. Da fällt mir ein, daß ich letztens den zweiten neuen Schnürsenkel auf den Tisch gelegt habe – zu all dem anderen Zeug, das dort liegt, vor allem Testbescheinigungen (negativ). Schnell ist er gefunden. Nun passen die Senkel wieder zueinander. Sie sind beide nicht mehr neu, haben zuvor in einem anderen Paar Schuhe gedient. Das ziehe ich erst wieder an, wenn es neu besohlt ist. Ich weiß aber augenblicklich noch nicht, ob ich es neu besohlen lassen möchte. Einstweilen müssen sie warten. Ich sehe sie täglich und mir ist, als sähen sie mich auch. Sollte ich sie besohlen lassen, bekommen sie neue Schnürsenkel. Denn die, die zu ihnen gehörten, helfen jetzt dabei, daß ich die bequemen Halbschuhe anziehen kann – was nicht bedeutet, daß das andere Paar unbequem ist. Es läuft nur nach vorn so cowboymäßig spitz aus, daß die Zehen in ein Gedränge geraten, wenn ich plötzlich bremsen muß. Die Sache ist also die: Paar A besaß die Senkel aa, Paar B die Senkel bb. Dann riß bei A ein a, so daß B aushelfen mußte und b gab. Nun ist bei A das zweite a gerissen (aufgeribbelt), wodurch das zweite b zum Einsatz bei A kommt. Wie mit den Schnürsenkeln verhält es sich auch sonst im Leben, man hilft sich aus.
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