Ein Motorboot fuhr über den See. Man hörte wenig davon, mehr noch das leise Geräusch des beinahe unmerklichen Windes in den Wipfeln der hohen Bäume am Ufer. Im Wasser lag ein dunkler Ast, lang wie eine Schlange, armdick und glitschig. Der schlug an, Minuten später, als das Boot schon längst außer Rufweite war. Die vom Boot ausgesandten Wellen ließen ihn im Rhythmus ihres Eintreffens in der Ufermulde, die von den Wurzeln der Bäume, die dort stehen, begrenzt wird, auf und ab tanzen. Das Wasser schmatze dazu, und als der schwimmende Ast die Wurzeln der Bäume berührte, ergab das eine leise und dumpfe Resonanz.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.