Manche Tage stürzen ab. Herumgetappe und Minimalgedanken. Mentale Funktionsübungen. Der Kopf kaum mehr als ein Navigationsgerät: Diese Straße kennst du, folge ihr. Ah, der Edeka-Markt, den kennst du auch. Dort hinten siehst du die Mauer des Görlitzer Parks, das ist der mit den Drogen und den Problemen. Ist das Gras etwas grüner, nachdem es am Donnerstag geregnet hat. Wann regnet es erneut. Heute nicht, obzwar der Himmel Wolken zeigt. Ich bin umnebelt von sonstwas, stolpere über den Gehweg, obschon ich geradeaus gehe und nichts genommen habe. Vielleicht ist mir die eigene Haut zu eng, vielleicht bahnt sich Unheil an oder Gutes. Montagnachmittag in einer halbwegs großen Ortschaft mit aufgeregt auffälligen Menschen, die sich individuell kleiden und als kleine Kunstwerke dem Stadt- und Selbstbild übergeben. Eine Spende für das Ganze. Applaus dem Bemühen. Jeder gibt, was er hat. Die Tage liegen schwer im Juli, hingekippt und verkantet. Als ich im Kiesgarten saß und ein Augustiner trank, übten sie im Flachbau hinter mir, Salsa zu tanzen. Die Rührung stieg mir zu Kopf.
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