Schreiben ist immer schon Notwehr – dies zuallererst. Daher das verteidigend Kämpferische. Für etwas einstehen, sich nicht vorzeitig geschlagen geben, nicht geistig kapitulieren. Nicht zu Kreuze kriechen, den Geßler-Hut grüßen, dem Kaiser für seine neuen Kleider Komplimente machen. Das versteht sich von selbst. Nicht mit den Wölfen heulen, nicht mit den Schafen blöken. Die eigene Stimme suchen und finden, den eigenen Weg suchen und finden. Und die ehrlichen Fragen: Wer hilft mir weiter, wem kann ich helfen. Schreiben heißt sagen oder sprechen. Nichts Besonderes eigentlich, nur daß man mehr Zeit und Ruhe hat und sich ausreden lassen kann.
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