Es könnte wohl helfen, wenn anerkannt würde, daß die politischen Verhältnisse und die Spannungen, die sich aus ihnen ergeben, nicht einfach und handstreichartig zu lösen sind. Es könnte helfen, sich den Perspektiven der Handelnden und deren Interessen zuzuwenden, um sie abzugleichen mit den eigenen. Es könnte helfen, sich nicht „automatisch“ auf dem einzig richtigen Pfad zu wähnen. Es könnte helfen, die Wirklichkeit anzuerkennen – nicht um sie als „gerechtfertigt“ anzusehen allein dadurch, daß sie ist; sondern sie daraufhin zu verstehen, wie sie werden konnte und woraus sie besteht. Es könnte helfen, sich einzugestehen, daß Wirklichkeit ein umkämpfter Begriff ist. Es könnte helfen, einander ernsthaft verstehen zu wollen – was einschließt, die Differenzen zu markieren. Ihnen gebührt besondere Aufmerksamkeit. Es könnte helfen, sich der Propaganda zu entziehen, vor allem der eigenen. Es könnte helfen, Verhandlungen einzuleiten. Es könnte helfen, sich kompromißbereit zu zeigen. Es könnte helfen, die Krisen sorgfältig zu analysieren. Es könnte helfen, sich vor Augen zu führen, in wie schneller Abfolge wir von Krise zu Krise geschnellt werden. Es könnte helfen, nach den Ursachen zu forschen und bei der Suche möglichst wenig zu tabuisieren. Es könnte helfen, über neue Wege nachzudenken und sie gedanklich vorzuformen.
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