Sehenswürdigkeiten nehme ich am Rande zur Kenntnis. Man läuft versehentlich darauf zu, dreht bei und sieht sie an über die Schulter hinweg. Vielleicht kann man sich nachts einmal nähern, vorsichtig nur.
Ich bin auf der Hut vor Bildern, denn sie bleiben in mir und richten an. Ich bin auf der Hut vor Orten und Plätzen, seit ich weiß, was dort los ist, wenn der Verstand aufhört, seine Verbote auszusprechen und die Sinne wahrnehmen können, dessen sie entwöhnt waren. Wir wissen, daß es geschieht, aber wir glauben nicht daran.
So befinden wir uns in merkwürdiger Situation, gespalten in diesen und jenen Teil unseres angeblichen Selbstbewußtsein und Wissens. Was wissen wir denn, jenseits der Phrasen und Einübungen? Die wirklichen Fragen beantwortet unser eigenes Leben unzulänglich, mag sein. Aber besser eine unzulängliche als keine Antwort.
Die wirklichen Fragen sind die nicht beantwortbaren. An ihnen reibt man sich auf und würde sie meiden wollen, falls das gelänge. Alles ist sehenswert oder nichts ist sehenswert.
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