Hören und sehen

Böllern ist Familiensache. Wenn der Vater mit dem Sohn. Ich komme nicht aus einer Knallerfamilie. Wir haben von den Investitionen anderer gezehrt und zugesehen, wie der Himmel illuminiert wurde in Leuchtbahnen und Sternkaskaden, haben zugehört, wie es krachte und schallte, als sei der Krieg zurückgekehrt nach Deutschland, in unser kleines Dorf in einem Nebental der Weser hinter den Wäldern zwischen den Feldern. Unser Vater hatte Sorge um das Heu unter dem Dach, daß also ein einzelner Böller oder eine Rakete einen Weg dorthin fand, wo Brennbares lagerte über den Winter. Als Kind hätte ich gern eine Rakete in den Himmel geschickt. Als ich es dann durfte und tat, fehlte mir die Kanonier-Begeisterung. Einmal explodierte mir ein China-Böller in der Hand und ich sagte nur: Ist das heiß! Nach dieser Erfahrung lief ich auf allen Vieren die Treppe hinunter und bellte, als sei ich ein Hund. So war das, ich hatte Glück. Die Freunde lachten. Mit vierzehn macht man sonstwas.


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