Die Tabublasen wachsen und werden prall. Vollgefüllt mit Wörtern und Phrasen. Lieber nicht berühren, denn das bringt sie zum Platzen. Wie in schlimmen Familien oder kritikempfindlichen Betrieben – alles kuscht und hält die Klappe. Nicht den Zorn der Göttin reizen. Besser man nickt oder hält still. Solange die Sache nicht entschieden ist, sich besser nicht zu erkennen geben. Schlaues Mäusetum. Abwarten und Tee trinken. Später wird sich zeigen, daß es richtig war, nicht vorschnell gewesen zu sein. Siehe die dummen Märtyrer. Die bekommen ein Denkmal, was daran liegt, daß sie schon vorschnell tot sind. Lieber leben als den Kopf zu weit nach vorn strecken. Schon rast das Fallbeil herunter und man landet als Kopf im Korb. Fremdartige Früchte in den Auslagen der Feinkosthändler. Das Volk stimmt mir zu, grummelt der Zarenkaiser. In seinem Bart hat sich eine Laus verfangen. Neben ihm der Philantrop hat einen Läusekamm dabei. Das Parlament küßt die Flagge und singt die Hymne von hinten nach vorn. Wir haben noch Werte, tönen die Wochenschauen. Für sie lassen wir auch sterben. Wir selbst sind deshalb unabkömmlich, man wird verstehen.
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